Inventur Software Gastronomie: Die 8 besten Tools

Inventur Software für Gastronomie im Vergleich: 8 Anbieter, Funktionen, Preise – und welches Tool zu deinem Betrieb passt.

Inventur Software für die Gastronomie ersetzt Klemmbrett, Stift und Excel durch eine digitale Bestandsaufnahme – schneller, genauer und mit automatischer Auswertung. Wer heute noch manuell zählt, verschwendet nicht nur Zeit, sondern riskiert Fehler, die sich direkt auf den Wareneinsatz auswirken.

Doch welche Inventur-App passt zu welchem Betrieb? Der Markt reicht von spezialisierten Inventur-Apps über modulare Plattformen bis hin zu umfassenden Warenwirtschaftssystemen. Dieser Artikel vergleicht acht Anbieter, zeigt ihre Stärken und Grenzen – und hilft dir, die richtige Entscheidung für dein Restaurant, deine Bar oder dein Hotel zu treffen.

Warum digitale Inventur in der Gastronomie wichtig ist

Eine regelmäßige Inventur ist in der Gastronomie keine Option, sondern Pflicht – steuerlich und betriebswirtschaftlich. Trotzdem arbeiten viele Betriebe mit Zähllisten auf Papier oder improvisierten Excel-Tabellen. Die Folge: fehlerhafte Bestände, unentdeckter Schwund und ein Wareneinsatz, der auf Schätzungen basiert.

Digitale Inventur-Software löst diese Probleme. Die wichtigsten Vorteile:

  • Zeitersparnis: Eine digitale Inventur dauert in der Regel 50–70 % weniger lang als die manuelle Variante. Mehrere Mitarbeiter zählen parallel, Ergebnisse werden automatisch zusammengeführt.
  • Genauigkeit: Keine Übertragungsfehler vom Zettel ins Excel. Angebrochene Flaschen werden per Slider oder prozentualer Eingabe erfasst – statt geschätzt.
  • Soll-Ist-Vergleich: Die Software vergleicht den tatsächlichen Bestand mit dem theoretischen Verbrauch aus POS-Daten. Abweichungen machen Schwund, Bruch und Diebstahl sichtbar. Mehr zum Thema Schwund und Bruch erkennen.
  • Automatische Reports: Inventurberichte stehen direkt nach dem Zählen bereit – kein manuelles Zusammenrechnen, kein Nachbearbeiten.
  • Revisionssicherheit: Digitale Inventurdaten sind bei einer Betriebsprüfung deutlich belastbarer als handschriftliche Listen. Finanzämter erwarten zunehmend lückenlose, nachvollziehbare Dokumentation – digitale Systeme liefern genau das.

Ein häufig unterschätzter Effekt: Betriebe, die regelmäßig digital inventieren, senken ihren Wareneinsatz im Schnitt um 3–5 Prozentpunkte. Der Grund ist einfach – wer Abweichungen früh erkennt, kann gegensteuern, bevor aus einem kleinen Leck ein großes Problem wird. Das gilt besonders für Bars, in denen Schwund durch Fehleinschänke, freie Drinks oder Diebstahl schnell fünfstellige Jahresbeträge erreicht.

Inventur Software Gastronomie – Die wichtigsten Anbieter im Vergleich

Software Fokus Preis ab Ideal für Besonderheit
BarBrain Inventur 52 €/Mo Bars, Restaurants, Hotels Füllstand-Slider für angebrochene Flaschen
FoodNotify F&B-Plattform 174,90 €/Mo Hotels, Ketten, Catering Durchgängiger Datenfluss von Bestellung bis Report
Apicbase Back-of-House 249 €/Mo Multi-Unit, Franchise Menu Engineering & Food-Cost-Analyse
MarketMan Back-of-House ~150 €/Mo Internationale Ketten Breite POS-Integration (Toast, Lightspeed)
Supy Enterprise 200 $/Mo Gruppen mit 5+ Standorten Echtzeit-Varianzanalyse über alle Filialen
gastronovi All-in-One 59 €/Mo Mittlere Restaurants Kasse + Warenwirtschaft in einem System
Choco Bestellung Nutzungsabhängig Jeder Betrieb (ergänzend) Digitale Lieferantenbestellung
Gewinnblick All-in-One Auf Anfrage Betriebe mit Kassenbedarf Kasse, Warenwirtschaft, Lieferantenanbindung

Die Anbieter im Detail

1. BarBrain – Inventur-Spezialist für Bars, Restaurants und Hotels

BarBrain ist eine mobile Inventur-App aus München, die sich auf die schnelle, präzise Bestandsaufnahme in der Gastronomie spezialisiert hat. Das Alleinstellungsmerkmal ist der Füllstand-Slider für angebrochene Flaschen: Statt zu schätzen, setzt du einen Regler auf den exakten Füllstand. Das ist ein entscheidender Vorteil für Bars, in denen offene Spirituosen den Großteil des Inventars ausmachen.

Die App läuft auf iOS und Android, mehrere Mitarbeiter zählen parallel, und der Inventurbericht steht automatisch bereit. Ein Produktkatalog mit über 30.000 Artikeln beschleunigt das Onboarding. Multi-Location wird unterstützt, der Soll-Ist-Vergleich macht Schwund sichtbar. Zusätzlich bietet BarBrain ein Rezeptmanagement-Modul, über das sich Getränke- und Speisenrezepte kalkulieren lassen – direkt verknüpft mit den Inventurdaten.

Ideal für: Bars, Cocktailbars, Restaurants und Hotels, die ihre Inventur digitalisieren wollen, ohne gleich ein komplettes Warenwirtschaftssystem einzuführen.

Referenzkunden: L’Osteria, Gustoso Gruppe, Schloss Elmau, 25hours Hotels, Enchilada Gruppe.

Einschränkung: Kein eigenes Kassensystem. Die Software fokussiert bewusst auf Inventur und Rezeptmanagement. BarBrain für Bars und Cocktailbars oder BarBrain für Hotels.

2. Gewinnblick – Kassensystem mit Warenwirtschaft

Gewinnblick verbindet Kassensystem mit Warenwirtschaft, Kalkulation und Einkaufssystem. Hervorzuheben sind die Schnittstellen zu Transgourmet, Metro und Service-Bund sowie die Integration mit Apicbase für erweiterte F&B-Funktionalität.

Ideal für: Betriebe, die Kasse und Warenwirtschaft aus einer Hand wollen.

Einschränkung: Vergleichsweise junger Anbieter. Marktdurchdringung geringer als bei anderen Playern.

3. Apicbase – Back-of-House für Multi-Unit-Restaurants

Die belgische Plattform spezialisiert sich auf Menu Engineering und Rückverfolgbarkeit von Rezepturen. Apicbase kalkuliert automatisch die Food Costs jeder Zutat, vergleicht theoretischen mit tatsächlichem Verbrauch und liefert Management-Dashboards. Über Schnittstellen verbindet sich das System mit gängigen POS-Systemen.

Ideal für: Multi-Unit-Restaurantgruppen und Franchise-Konzepte mit Fokus auf Food-Cost-Kontrolle.

Einschränkung: Fokus auf Food, nicht auf Beverages. DACH-Support verfügbar, aber nicht der Primärmarkt.

4. MarketMan – Internationaler Back-of-House-Standard

MarketMan ist ein international etabliertes System für Inventur, Bestellmanagement und Rezeptkalkulation. Stärke: breite POS-Integration (Toast, Lightspeed, Square, Clover). Jeder Verkauf an der Kasse reduziert den Lagerbestand in Echtzeit. MarketMan gehört zur Meal Ticket Group und ist vor allem in den USA und UK verbreitet.

Ideal für: Internationale Restaurantketten mit englischsprachigem Team.

Einschränkung: Deutschsprachiger Support und Anbindung an deutsche Lieferanten begrenzt. Preis ab ~150 €/Monat.

5. Supy – Enterprise-Lösung für Restaurantgruppen

Supy aus Dubai richtet sich an Multi-Branch-Gastronomieunternehmen mit 5+ Standorten. Die Plattform verbindet Procurement, Inventurmanagement, Central-Kitchen-Steuerung und Business Intelligence. Stark: Echtzeit-Varianzanalyse über alle Standorte und Multi-Level-Freigabeprozesse für Bestellungen.

Ideal für: Große Restaurantgruppen und Franchise-Konzepte mit zentralem Einkauf.

Einschränkung: DACH ist nicht der Primärmarkt. Für deutsche Einzelbetriebe überdimensioniert.

6. gastronovi – Die deutsche All-in-One-Lösung

Gastronovi aus Bremen kombiniert Kassensystem, Warenwirtschaft, Kalkulation, Personalplanung, Website-Baukasten und Tischreservierung in einer cloudbasierten Plattform. Alle Module greifen ineinander: Was an der Kasse verkauft wird, reduziert den Lagerbestand.

Ideal für: Mittelgroße Restaurants, die alles aus einer Hand wollen und kein bestehendes POS behalten müssen.

Einschränkung: Die Warenwirtschaft setzt die Nutzung des gastronovi Kassensystems voraus. Wer sein POS behalten will, muss wechseln.

7. Choco – Digitale Bestellplattform (Ergänzung)

Choco aus Berlin digitalisiert die Kommunikation zwischen Gastronom und Lieferant. Statt per Telefon oder WhatsApp zu bestellen, läuft alles über eine App: Bestellhistorie, Chat, Rechnungsverwaltung. Grundnutzung kostenlos, je nach Nutzungsumfang fallen Gebühren an

Ideal für: Jeden Betrieb als Ergänzung zur Inventur-Software. Keine Inventurfunktion.

Einschränkung: Kein Inventursystem, kein Warenwirtschaftssystem. Deckt nur den Bestellprozess ab.

8. FoodNotify – F&B-Management-Plattform für den DACH-Raum

FoodNotify aus Wien verbindet Bestellwesen, Rezeptverwaltung, Warenwirtschaft, digitale Inventur, Catering-Planung und Analytics. Was du bestellst, fließt in den Lagerbestand. Was du verkaufst, wird automatisch verbucht.

Ideal für: Hotelketten, Gemeinschaftsverpflegung und Cateringunternehmen, die mehrere Standorte zentral steuern.

Einschränkung: Kein eigenes Kassensystem. Für kleine Einzelbetriebe oft überdimensioniert.

Was gute Inventur Software für Gastronomie können muss

Nicht jede Software, die „Inventur“ im Namen trägt, deckt die Anforderungen der Gastronomie ab. Diese Funktionen sind entscheidend:

Mobile Inventur per App: Die Zählung muss direkt am Lagerort auf dem Smartphone oder Tablet funktionieren – nicht erst am Desktop-Rechner im Büro.

Mehrbenutzer-Inventur: Mehrere Mitarbeiter zählen gleichzeitig in verschiedenen Lagerbereichen. Die Ergebnisse werden automatisch zusammengeführt.

Soll-Ist-Vergleich: Die Software vergleicht den gezählten Bestand mit dem erwarteten Verbrauch (basierend auf POS-Daten). Abweichungen zeigen Schwund, Bruch oder Fehlbuchungen. Was kostet Schwund in der Gastronomie?

Inventur von offenen Flaschen: In Bars sind 50–80 % aller Flaschen angebrochen. Eine gute Bar-Inventur-Software erfasst Füllstände per Slider oder prozentualer Eingabe statt „voll/leer“.

Multi-Location Support: Betriebe mit mehreren Standorten brauchen standortübergreifende Reports und zentrale Produktstammdaten.

Export & Reports: Inventurberichte müssen exportierbar sein (Excel, PDF) und sich in bestehende Workflows einfügen – für die Buchhaltung, den Steuerberater oder die interne Auswertung. Gute Software liefert nicht nur Rohdaten, sondern aufbereitete Reports mit Warenwert, Veränderung zum Vormonat und Schwundquote. (Inventurliste Gastronomie: Kostenlose Excel-Vorlage)

Inventur App vs. Warenwirtschaft vs. All-in-One

Die Begriffe werden oft vermischt. Die Unterschiede sind relevant für die Auswahl:

Kategorie Was sie kann Beispiel
Inventur-App Bestandszählung, Soll-Ist-Vergleich, Reports BarBrain
Warenwirtschaft Inventur + Einkauf + Lagerverwaltung + Rezepte FoodNotify, MarketMan, Apicbase
All-in-One Kasse + Warenwirtschaft + Personalplanung gastronovi, Gewinnblick

Viele Betriebe starten mit einer Inventur-App, weil sie den größten sofortigen Effekt hat: weniger Schwund, bessere Zahlen, weniger Zeitaufwand. Eine Warenwirtschaft oder All-in-One-Lösung wird relevant, wenn der Betrieb wächst oder weitere Prozesse digitalisiert werden sollen.

Der entscheidende Punkt: Eine Inventur-App liefert die Datengrundlage, auf der alles andere aufbaut. Ohne präzise Bestandsdaten sind Wareneinsatzberechnungen, Einkaufsoptimierung und Rezeptkalkulationen nur Schätzungen. Deshalb ist die Inventur der logische erste Schritt der Digitalisierung – unabhängig davon, ob später eine umfassendere Lösung folgt.

Für Bars mit hohem Spirituosenanteil ist die Unterscheidung besonders relevant: Klassische Warenwirtschaftssysteme sind auf Lebensmittel und ganze Gebinde ausgelegt. Die Erfassung angebrochener Flaschen – das Kernproblem der Bar-Inventur – wird oft nur rudimentär abgebildet. Spezialisierte Inventur-Software wie BarBrain adressiert genau diese Lücke. Wareneinsatz Gastronomie berechnen: Formel und Praxisbeispiel.

Welche Inventur Software passt zu deinem Betrieb?

Exploitation Empfehlung
Cocktailbar / Spirituosenbar BarBrain – Füllstand-Slider für angebrochene Flaschen
Restaurant (mit best. POS) BarBrain oder MarketMan
Restaurant (neues POS gewünscht) gastronovi oder Gewinnblick
Hotel mit mehreren Outlets FoodNotify oder BarBrain
Restaurantkette / Franchise Apicbase oder Supy
Jeder Betrieb (Bestellung) Choco (kostenlos, ergänzend)

Die Tabelle zeigt Tendenzen, keine absoluten Empfehlungen. Entscheidend sind immer drei Faktoren: dein bestehendes Kassensystem (und ob du es behalten willst), die Anzahl deiner Standorte und die Frage, ob du nur Inventur digitalisieren willst – oder gleich weitere Prozesse wie Einkauf und Rezeptkalkulation. Ausführlicher Inventur-Guide für die Gastronomie.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Inventur Software für Gastronomie?

Eine Inventur Software für Gastronomie ist eine digitale Lösung, mit der Gastronomen ihre Bestände an Lebensmitteln, Getränken und Verbrauchsmaterialien erfassen, auswerten und mit Verkaufsdaten abgleichen können. Sie ersetzt die manuelle Zählung per Stift und Zettel.

Wie funktioniert digitale Inventur?

Du öffnest die App auf dem Smartphone oder Tablet, wählst den Lagerbereich aus und zählst die Produkte. Mengen werden direkt eingegeben, angebrochene Flaschen per Slider erfasst. Die App berechnet den Bestandswert automatisch und erstellt einen Inventurbericht.

Was kostet Inventur Software?

Die Preisspanne ist groß. Spezialisierte Inventur-Apps liegen bei ca. 30–400 € pro Monat.

Kann man Inventur mit Excel machen?

Technisch ja, praktisch stoßt Excel schnell an Grenzen. Es gibt keine parallele Mehrbenutzer-Zählung, keinen automatischen Soll-Ist-Vergleich, keine mobile Erfassung am Lagerort und kein integriertes Reporting. Für einen ersten Einstieg kann eine Excel-Vorlage helfen – für regelmäßige Inventuren ist eine Software die bessere Wahl. Inventurliste Gastronomie: Kostenlose Excel-Vorlage.

Welche Inventur App ist für Bars geeignet?

Bars haben eine besondere Anforderung: die Erfassung angebrochener Flaschen. Die meisten Warenwirtschaftssysteme bieten hier nur „voll“ oder „leer“ als Option. BarBrain löst das mit einem Füllstand-Slider, der den exakten Rest in der Flasche abbildet – das macht die App zur Referenz für Bar-Inventur-Software.

Brauche ich eine Inventur-App oder ein Warenwirtschaftssystem?

Das hängt von deinem Ziel ab. Wenn du primär deine Bestände zählen, Schwund erkennen und Inventurberichte erstellen willst, reicht eine Inventur-App. Wenn du zusätzlich Einkauf, Lagerverwaltung und Rezeptkalkulation digitalisieren willst, brauchst du ein Warenwirtschaftssystem oder eine modulare Plattform.

Wie oft sollte man Inventur machen?

Gesetzlich ist mindestens eine Inventur pro Jahr Pflicht (Stichtaginventur). Für eine wirksame Wareneinsatzkontrolle empfehlen sich wöchentliche oder zweimal monatliche Zählungen. Digitale Inventur-Software macht diese Frequenz erst möglich, weil der Zeitaufwand pro Durchgang deutlich sinkt.

Inventur digitalisieren

Viele Gastronomen starten nicht mit einer kompletten Warenwirtschaft, sondern digitalisieren zuerst einen einzigen Prozess: die Inventur. Das macht Sinn, weil die Inventur der Punkt ist, an dem Daten entstehen. Ohne saubere Bestandsdaten sind Wareneinsatzanalysen, Schwundberechnungen und Einkaufsoptimierung nicht möglich.

Der Einstieg über die Inventur hat einen weiteren Vorteil: Er ist schnell. Statt monatelanger Einführungsprojekte steht eine Inventur-App in wenigen Stunden. Die erste Zählung liefert sofort Ergebnisse – und zeigt häufig Abweichungen, die vorher unsichtbar waren. Viele Betriebe berichten, dass sie allein durch die erste digitale Inventur Schwundquellen identifiziert haben, die jahrelang unentdeckt blieben.

BarBrain wurde genau für diesen Einstieg entwickelt: eine schnelle, mobile Inventur ohne lange Einführung und ohne Abhängigkeit von einem bestimmten Kassensystem. Über 1.000 Betriebe nutzen die App bereits – vom Einzelstandort bis zur Hotelgruppe.

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